Das
Konzept
PIKA®

Das Konzept
PIKA®

Prävention Intervention Konfliktbearbeitung Anti-Gewalt-Training

Dieses durch den Verein Netzwerk Konflikthilfe e.V. verbreitete Konzept ist in der praktischen Anwendung gewachsen und lebt von der Erfahrung Vieler.
Denn PIKA® ist kein geschlossenes Konzept, welches die Lösung zum „Thema“ bereithält, sondern ist darauf angelegt, für Rückmeldung offen zu sein, um praxisbezogene Weiterentwicklung des Konzeptes zu ermöglichen.

Es zeigt Herangehensweisen, welche individuell und verschiedenartig bei unterschiedlichen Problemlagen und Personengruppen angewandt werden. Das Konzept PIKA® enthält Elemente zur Prävention, Intervention und Konfliktbearbeitung. Es beinhaltet darüber hinaus konkrete Festlegungen dafür, welchen Kriterien Beratung, Ausbildung und Trainings in Schule, Jugend- und Straffälligenhilfe (z.B. Anti-Gewalt-Trainings) nach PIKA® entsprechen sollen.

Das Konzept
PIKA® im
Überblick

Prävention vor Intervention – und Reaktionen auf Gewalthandlungen

PIKA® dient der Gewaltprävention:

Prävention, Intervention, Konfliktbearbeitung und Anti-Gewalt-Training dienen zur primären, sekundären und tertiären Gewaltprävention.

PIKA® ist Ausdruck unserer Sichtweise:
Konflikte und Defizite in sozialen Kompetenzen bieten Chancen für soziales Lernen. Damit soziales Lernen systematisch und konsequent gefördert werden kann, müssen die vier Handlungsstränge (Prävention, Intervention, Konfliktbearbeitung und Anti-Gewalt-Training) mit den entsprechenden Methoden und pädagogischen Richtlinien in einer Einrichtung etabliert und vernetzt werden.

PIKA® steht für folgende Grundprinzipien:

Prävention vor Intervention und die konsequente Reaktion nach Gewalthandlungen. Die Methoden müssen von den Fachkräften aus den Feldern Soziale Arbeit, Schule, Bildung, sowie angrenzenden Professionen erlernt und systematisch angewendet werden. Die pädagogischen Richtlinien hierfür müssen in der Einrichtung (z. B. unter Begleitung einer Fachkraft des Netzwerk Konflikthilfe e.V.) gemeinsam erarbeitet und entsprechend beschlossen werden.

Begriffs-
erklärung PIKA

PIKA setzt sich zusammen aus…

Prävention:
Umgang in Konfliktsituationen

Den Umgang mit Anderen – insbesondere in Konfliktsituationen – trainieren!
Dies geschieht systematisch durch soziale Trainings in den Klassen und Gruppen (zur Wahrnehmung, Entwicklung von Selbstwertgefühl, Werthaltung gegenüber anderen, Kommunikation, Verhaltenssicherheit etc.) und durch Anleitung zum selbst organisierten Planen und Handeln über einen Klassen- oder Gruppenrat. Da nach dem Konflikt vor dem (nächsten) Konflikt ist.

Verhaltens-
und Konflikt-
pyramide

Der Ansatz: Gewaltprävention durch Veränderung der Konfliktkultur

Betrachtet man das Verhalten der Schüler*innen einer Schule und ordnet diese nach Schwere der vorkommenden Regel- und Gesetzesverstöße, entsteht daraus eine Verhaltens- und Konflikt-Pyramide.
Das am häufigsten vorkommende Verhalten, das normale Alltagsverhalten (I) beinhalten (vielleicht noch) wenige Konflikte, aber bereits viel Konfliktpotential. Sehr häufig kommt als weitere Eskalationsstufe schlechtes Verhalten, wie Ausdrücke sagen, Schubsen, Raufen, in verschiedenen Eskalationsabstufungen vor (II). Insbesondere aus häufigem und bereits fest verankerten schlechten Verhalten können leicht Gewaltsituationen (III) entstehen.
Die dritte Ebene (III) ist die der körperlichen Auseinandersetzungen, Bedrohungen, des Mobbings und der schweren Sachbeschädigung.

Die Präventions-
ebenen

Ebene I: primäre Gewaltprävention

Entwicklung von sozialen Kompetenzen und prosozialem Verhalten verbunden mit einem Wertekodex. Typische Maßnahmen sind Anti-Gewalt-Training I (Training sozialer Kompetenzen), Klassen- oder Gruppenrat, Schüler-Streit-Schlichtung und Konfliktregelungsgespräche

Begriff-
lichkeiten

Prävention
(Verhinderung, Verhütung)

Bedeutet Vorsorge treffen, damit unerwünschte Ereignisse nicht auftreten (können) oder vermieden werden.

Wichtige Elemente der Prävention im Sinne des Konzeptes PIKA sind:

  • Klare, nachvollziehbare Regeln, welche konsequent angewandt werden!
  • Ein konsequentes Einüben sozialer Kompetenzen!

Die Arbeit an den fünf sozialen Kernkompetenzen:

  • Selbstbewusstsein
  • Empathiefähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit

Autor des
Konzeptes PIKA®

© Netzwerk Konflikthilfe e.V.
Alle Rechte vorbehalten

Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Vorstandes Netzwerk Konflikthilfe e.V.

Autor des Konzeptes PIKA®:

Hans-Peter Menke
Dipl. Sozialpädagoge (BA)
Fachberater für Gewaltprävention und Konflikthilfe
Ausbilder für Mediation und Anti- Gewalt- Training

Markenschutz:
PIKA® ist ein markenrechtlich geschützter Begriff des Vereins Netzwerk Konflikthilfe e.V.

Die Praxis von
PIKA®

PIKA® auf der primären Ebene der Gewaltprävention (AGT I)

Auf der primären Ebene geht es um Sensibilisierung gegenüber Gewalt und der Vermittlung von sozialen Kompetenzen für ein gewaltfreies Interagieren. Intervention ist (noch) nicht notwendig – eher Anleitung und Förderung insbesondere der im sozialen Verhalten Schwächeren.

Soziale Kompetenzen können auf der Handlungsebene Konfliktbearbeitung durch die Methode Klassen- oder Gruppenrat oder mit Hilfe von ausgebildeten Schüler-Streit-Schlichter*innen durch das beispielhafte Bearbeiten von Konfliktsituationen vermittelt werden. Auf der Handlungsebene Anti-Gewalt-Training geht es um die Vermittlung von sozialen Kompetenzen, dies kann durch ein Anti-Gewalt-Training I nach PIKA® (Training sozialer Kompetenzen) geschehen. Die Bearbeitung von kleineren sozialen Konflikten erfolgt mittels einer Klassen- oder Gruppen-Ratssitzung, einer Schüler-Streit-Schlichtung in leichteren Fällen oder einer Schulmediation durch eine darin ausgebildete Fachkraft.

Kontakt

NETZWERK KONFLIKTHILFE E.V
Humboldstraße 12
70178 Stuttgart

Telefon: +49 (0) 171 22 67 45 8
Mail: mail@netzwerk-konflikthilfe.de

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